Das Moskauer Stadtgericht hat die Beschwerde gegen die Verlängerung der Untersuchungshaft für Marija Alechina, Ekaterina Samutsevitsch und Nadezhda Tolokonnikova, mutmaßlichen Mitglieder von Pussy Riot, zurückgewiesen.
Das meldete Interfax am 11. Mai. Im Vorfeld hatet das Taganskij-Gricht die Untersduchungshaft gegen die Frauen, die nach einem Punkgottesdienst in der Christi-Erlöser-Kathedrale festgenommen worden waren, bis zum 24. Juni verlängert.
Alechina, Samutsevitsch und Tolokonnikova traten bei der Verhandlung am Freitag mittels einer Videoübertragung aus dem Untersuchungsgefängnis auf. Dier Verteidiger der Frauen machten das Gericht darauf aufmerksam, dass Alechina und Tolokonnikova Verantwortung für minderjähige Kinder haben. Darüber hinaus klagte Tolokonnikova über eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes.
Die Anwältin Violetta Volkova beantragte, das Gutachten, demzufolge durch die Handlungen von Pussy Riot kein Straftatbestand verwirklicht wurde, zu den Akten zu nehmen. Nach Worten des Anwaltes Nikolaj Poloziv wies das Gericht jedoch „methodisch“ alle Anträge der Verteidigung auf Befreiung der Frauen zurück.
Wie Nikita Batalow, Korrespondet des Radiosenders „Kommersant FM“ anmerkt, veranstaltete Alechina während der Verhandlung eine Einzelkundgebung im Untersuchungsgefängnis wobei sie Plakate in die Kamera hielt: „Diese Gerichtsverhandlung ist eine Farce“ und „Für unsere und eure Freiheit“. Bald nahm ein Aufseher der Frau die Plakate ab. Tolokonnikova zitierte ihrerseits in ihrem Auftritt die Worte des früheren Präsidenten Medvedev, der erklärt hatte dass „Freiheit besser (sei) als Unfreiheit“.
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Quelle:
http://lenta.ru/news/2012/05/11/riot/